Die Rolex Daytona – Sammlertraum und Investionsobjekt

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Man kann ohne Übertreibung behaupten, dass die Rolex Daytona eines der begehrtesten Uhrenmodelle weltweit ist. Ständige Nicht-Verfügbarkeit bei so gut wie allen Rolex-Händlern und Wartelisten mit teilweise jahrelangen Wartezeiten bis das gute Stück endlich in eigenen Händen ist, zeugen von der ungewöhnlichen Faszination, die die Rolex Daytona auf viele Uhrenliebhaber ausübt.

Dabei war ihr in den Anfangszeiten, wie bei so vielen heutigen Kult-Uhren, ein eher bescheidener Erfolg gegönnt.


Die Anfänge: Die 60er bis 80er Jahre


Rückblende: 1962 wurde Rolex offizieller Zeitnehmer des weltbekannten Autorennens auf dem Daytona International Speedway in Florida. 1963 erschien dann der bisher namenslose Rolex-Chronograph unter dem Namen "Daytona" (Ref. 6239), um die Verbindung von Rolex mit dem Autorennsport zu kommunizieren.

Auch Hollywood-Star Paul Newman, der selbst Autorennen fuhr, wurde oft mit einer Rolex Daytona am Arm gesichtet. Und dass obwohl er eigentlich kein offizieller Rolex-Botschafter war. Newman trug eine spezielle Ziffernblattvariante, die fortan als die "Newman-Daytona" bekannt war. Diese Modelle erzielen heute absolute Spitzenpreise.

1965 wurde von Rolex das verbesserte Modell 6240 mit verschraubten Drückern und schwarzer Acryllünette auf den Markt gebracht. Die Größe blieb bei bescheidenen 37 mm Durchmesser.

Bemerkenswert ist, dass die Daytonas dieser Zeit mit dem Valjoux 72 Handaufzugswerk ausstattet waren, das beispielsweise auch im Breitling Navitimer 806-72 seinen Dienst verrichtete. Der Grund ist einfach: Es gab kein eigenes Rolex Chronographen-Werk und zu damaliger Zeit war die Herkunft des Uhrwerks eher zweitrangig.

Schon schwerer wiegt die Tatsache, dass Ende der 60iger-Jahre die ersten Automatik-Uhren mit Chronographenfunktion von Heuer, Breitling und Zenith auf den Markt gebracht wurden. Rolex stand mit seinem konventionellen Handaufzugswerk im Schatten dieser Innovationen. Dementsprechend schleppend waren die Verkaufserfolge der Rolex Daytona in den 70er- und 80er-Jahren. Natürlich spielte auch die Quarz-Krise der schweizer Uhrenindustrie zu dieser Zeit eine große Rolle für die Absatzschwierigkeiten.
 

Eine Vollgold-Handaufzugs-Daytona Referenz 6263 aus den 1980er Jahren. Deutlich zu erkennen sind die verschraubten Chronographen-Drücker, die eines der prägenden Stilmerkmale der Rolex Daytona sind und bis heute eingesetzt werden. Die frühen Daytona-Modelle wurden noch ohne verschraubten Drückern produziert.

Die Design-Revolution: Rolex Daytona Ref. 16520


1988 erfolgte dann mit der Referenz 16520 eine massive Designüberarbeitung der Rolex Daytona inklusive neuem Ziffernblatt-Design, neuem Lünettendesign und einem auf 40 mm vergrößerten Gehäuse. Auch das Werk wurde getauscht. Endlich hatte die Dayotna ein Automatikwerk. Aber wieder war es "nur" ein von Rolex modifiziertes Fremdwerk und kein echtes Rolex-Manufakturwerk, das verwendet wurde: das berühmte "El Primero"-Uhrwerk von Zenith. ("El Primero" übrigens deswegen, weil Zenith die erste Uhrenmarke war, die 1969 ein Chronographen-Uhrwerk mit automatischen Aufzug auf den Markt brachte – eben "El Primero", was auf spanisch "der Erste" bedeutet.)

Das neue Design war ein großer Wurf und brachte der Daytona diesen ganz speziellen und charakteristischen Look, der auch heute noch absolut zeitlos ist. Die Referenz 16520 wurde abgesehen von einigen kleineren Detailänderungen am Ziffernblatt und an der Lünette (die heute sehr große Preisunterschiede bewirken können) unverändert bis zum Jahr 2000 gebaut. 

Hervorzuheben sind die sogenannten "Patrizzi-Dials". Dabei handelt es sich um 16520-Modelle aus den Jahren 1993 bis 1995, bei deren Ziffernblättern die hellen Chronographen-Umrandungen im Laufe der Zeit eine bräunliche Farbe angenommen haben. 

Andere Ziffernblattvarianten, die heute sehr begehrt und dementsprechend teuer sind, sind die sogenannten "Floating-Dials" (Das Wort "Daytona" hat bei diesen einen größeren Abstand zum davor gestellten Text) und Ziffernblätter mit "inverted 6" beim Stundenzähler des Chronographens. (Streng logisch der Systematik der Anordnung der Ziffern auf dem Hilfsziffernblatt folgend wurde die Ziffer "6" bei 6-Uhr auf den Kopf gestellt und als "9" dargestellt. Optisch sieht das dann natürlich wie ein Fehler aus. Daher wurde diese Darstellung auch in späteren Varianten korrigiert.)

Auch bei der Lünette gibt es kleinere Differenzen, die ganz große Preisunterschiede ausmachen können. Beispielsweise hatten die Lünetten der sehr frühen 16520-Modelle auch eine "50"- und "55"-Markierung. Die späteren Lünetten beginnen mit ihrer Skala hingegen erst bei "60".
 

Rolex Daytona 16520 mit Zenith-Werk aus dem Jahr 1997. Die Referenz 16520 brachte die markante Design-Änderung der Daytona-Modelle, die mit kleinen Adaptierungen quasi unverändert bis heute fortgeführt wird.

Aufbruch ins neue Jahrtausend: Die Rolex Daytona Ref. 116520


Es dauerte bis zum Jahr 2000 bis Rolex der Daytona endlich ein echtes Rolex-Manufaktur-Chronographenwerk (4130) gönnte. Im Zuge des Werk-Umstiegs erfuhr die Daytona auch einige kleinere Design-Updates (v.a. am Ziffernblatt) und erhielt die neue Referenz-Nummer 116520. 

Im Großen und Ganzen aber blieb das Design der Uhr unverändert, was angesichts des mittlerweile phänomenalen Erfolgs der Daytona auch nicht verwundert.
 

Rolex Daytona 116520 mit Rolex-Manufakturwerk aus dem Jahr 2008.

Links eine Rolex Daytona mit Zenith-Laufwerk aus 1997 und rechts eine Rolex Daytona mit Rolex-Manufakturwerk aus 2008. Obwohl die Uhren fast identisch erscheinen, so gibt es doch kleinere Unterschiede:

 

Am markantesten ist die Position der zwei oberen Sub-Dials am Ziffernblatt. Während diese beim Zenith-Modell klassisch vertikal in der Mitte des Blattes angeordnet sind, sind sie bei der Daytona mit Rolex Manufakturlaufwerk leicht nach oben versetzt.

 

Auch die Indexe und die Zeiger der Rolex mit Manufakturwerk sind etwas dicker als die der Rolex mit Zenith-Werk.

 

Der dritte Unterschied betrifft die Funktionen auf den Sub-Dials: Bei der Zenith-Daytona (Ref. 16520) ist der Stundenzähler wie bei den meisten Chronographen am unteren Sub-Dial und der Sekundenzähler am linken oberen Sub-Dial zu finden. Bei der Referenz 116520 hingegen ist diese Anordnung genau umgekehrt.

2016 – Ein weiterer Evolutionsschritt: Die Rolex Daytona Ref. 116500


Auf der Uhrenmesse "Baselworld" im Jahr 2016 stellte Rolex mit der Referenz 116500 die nächste Evolutionsstufe des Erfolgsmodells vor. Die neuen Daytonas zeichnen sich nun durch eine schwarze Keramiklünette aus, die statt der Stahllünette der 116520 verbaut wird. Auch das Ziffernblattdesign wurde sehr behutsam und geringfügig adaptiert. Abgesehen davon aber sehen auch die aktuellen Rolex Daytona-Modelle (fast) so aus wie ihre Ur-Ahnen aus dem Jahr 1988, was die zeitlose Sportlichkeit und gleichzeitige Eleganz des Designs unterstreicht.

Das aktuelle Modell der Rolex Daytona mit Referenznummer 116500 zeigt das bekannte Daytona-Design, allerdings nun mit einer schwarzen Keramiklünette.

Sammlerwert Stand Ende 2020


Die Daytona ist zweifellos eine der begehrtesten Uhren weltweit. Gleichzeitig ist sie bei den offiziellen Rolex-Händlern so gut wie nicht zu bekommen, weil Rolex nur wenige Modelle ausliefert, die stets sofort vergriffen sind und fast immer nur an Stammkunden der Rolex-Konzessionäre verkauft werden. Diese Tatsache spiegelt sich auch im Preis am freien Markt für die aktuellen und älteren Referenzen der Daytona wider, der seit Jahren nur eine Richtung kennt: steil bergauf und weit über den offiziellen Verkaufspreisen. Dies gilt übrigens in erster Linie für die Stahlmodelle. Vor allem die Bi-Color-Referenzen haben im Vergleich einen deutlich niedrigeren Preis und gelten daher als gute Einstiegsmodelle in die Welt der Daytona.

Gerade die damals so erfolglosen Ladenhüter-Modelle aus den 70er- und 80er-Jahren sind heute fast unerschwinglich geworden. So beginnt der Preis für die Daytona-Ur-Referenz 6239 meist bei ungefähr 40.000,- EUR mit nach oben weit offener Preisskala. Daytonas dieser Periode mit Paul Newman-Ziffernblatt durchbrechen mittlerweile schon des öfteren die 100.000,- EUR Schallmauer. Aber Achtung! Es sind sehr viele fragwürdige Modelle am Markt und gerade bei vintage Daytonas ist allerhöchste Vorsicht angesagt. Das beginnt bei falschen Werken (das verwendte Valjoux 72 ist auch heute noch leicht zu beschaffen) und endet mit gefälschten Ziffernblättern.

Aber auch die Nachfolgemodelle 16520 und 116520 haben in den letzten Jahren rasante Preissteigerungen hingelegt. So beginnen Modelle der Rolex Daytona 16520 bei ungefähr 20.000,- EUR und für eine Ref. 116520 muss man in der Regel mindestens 16.000,- EUR hinblättern. Das gleiche gilt sinngemäß ebenso für die aktuellen Daytona-Modelle der Referenz 116500. Auch diese bekommt man in der Regel nur am Sekundärmarkt zu Preisen, die weit über dem regulären Verkaufspreis liegen.

Die genannten Preise gelten für Uhren ohne Papiere. Für Full-Sets mit Rolex-Garantiezertifikat werden teilweise massive Preisaufschläge verlangt. Und für Exemplare, die früher im Besitz von Prominenten waren, werden mitunter astronomische Summen gezahlt. So wurde die Rolex Daytona (mit weißem Panda-Newman-Dial und Stahllünette) von Paul Newman im Oktober 2017 um unglaubliche 15,75 Millionen Dollar versteigert. Damit war sie zum damaligen Zeitpunkt die teuerste jemals verkaufte Armbanduhr.

Auch für die Zukunft deutet nichts an, dass sich diese Preisentwicklung ändern wird. Somit ist die Rolex Daytona ein hervorragendes Investionsobjekt mit spektakulärer Rendite, das gleichzeitig auch eine absolute Design-Ikone ist.

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