Audemars Piguet Royal Oak Offshore – Die King Size Royal Oak

/ Uhren

1972 stellte Audemars Piguet die Royal Oak vor und schrieb nach einem eher holprigen Start schlussendlich mit der ersten Luxusuhr aus Stahl Uhrengeschichte. Doch das ist eine andere Story, die Sie hier nachlesen können. In diesem Beitrag geht es um den großen Bruder der Royal Oak, die Royal Oak Offshore, die Audemars Piguet zum 20jährigen Jubiläum der Royal Oak entwickelte. 

Stammte das Design der Royal Oak vom "Guru" aller Uhren-Designer Gerald Genta, so wurde die Offshore bereits 1989 vom damals noch sehr jungen Designer Emmanuel Gueit entworfen, der bei Audemars Piguet arbeitete. Die Royal Oak Offshore sollte eine jüngere, zeitgemäßere und gewiss auch radikale Weiterentwicklung der Royal Oak darstellen. Zusätzlich sollte die Offshore in der Vorstellung von Emmanuel Gueit tatsächlich auch eine Uhr sein, die nicht von Frauen getragen werden sollte. Dieser Gedanke kam ihm als er beobachtete, dass die eigentliche Männer-Sportuhr Royal Oak auch damals schon zusehends auf weiblichen Handgelenken zu sehen war.

Und ja, "radikal" war die Uhr (Ref. 25721ST), die dann einige Jahre später im Rahmen der Uhrenmesse in Basel 1993 vorgestellt wurde. Im Gegensatz zur eher eleganten und flachen Royal Oak war die maskuline Royal Oak Offshore ein bulliger Chronograph mit für damalige Verhältnissen riesigen 42 mm Durchmesser und auffälligem Design, bei dem die Chronographen-Drücker und die Krone mit Kautschuk überzogen waren. Auch die typische achteckige Stahllünette hatte stark an Höhe und Präsenz gewonnen. Angeblich war Gerald Genta, der Schöpfer der Royal Oak, "not amused" vom Design der Royal Oak Offshore, deren erstes Modell heute auch den Spitznamen "The Beast" trägt, was wohl alles sagt.

Übrigens hatten die ersten 100 Modelle der Offshore nur die Gravur "Royal Oak" auf der Gehäuserückseite. Erst ab dem 101sten Modell stand auf der Rückseite der Uhr "Royal Oak Offshore".

Das erste Modell der Royal Oak Offshore wurde 1993 vorgestellt und wird in Sammlerkreisen auch "The Beast" genannt. Das gezeigte Exemplar hat bereits ein schönes Tropical-Blatt. So werden Ziffernblätter genannt, die sich im Laufe der Jahre bräunlich verfärben. Bei der Offshore ergibt sich die Verfärbung dadurch, dass das Blatt teilweise die Farbe verliert und die darunter liegende Metallschicht zu sehen ist. Zu beachten sind die Stab-Indexe des Blattes. Später hatten die meisten Offshores stattdessen Ziffern am Blatt.

Ähnlich wie bei der Royal Oak kam die Royal Oak Offshore auch beim Fachpublikum der Uhrenmesse in Basel nicht besonders gut an. Aber der Markt sprach - wieder einmal - eine ganz andere Sprache (zu Beginn vor allem in Italien) und mit den Jahren entwickelte sich die Royal Oak Offshore zu einer extrem erfolgreichen Modellserie innerhalb der Royal Oak Familie.

Heute ist die Royal Oak Offshore die umsatzstärkste Kollektion und mittlerweile eher bereits eine eigene Modellfamilie mit sehr vielen Varianten.

 

 

Die Uhr der Promis und Sportler

Beigetragen zum großen Erfolg der Offshore hat sicherlich auch die Tatsache, dass die Offshore sehr häufig am Armgelenk von Prominenten und Schauspielern zu sehen war und ist. Allen voran muss man wohl Arnold Schwarzenegger nennen, der die Uhr sogar in einigen Filmen getragen hat wie in "Terminator 3" (2003 mit der eigens dafür produzierten T3-Offshore) oder "End of days" (1999 mit der ebenfalls speziell für den Film produzierten limitierten Edition, die in ein komplett schwarzes Gehäuse eingeschalt ist). Es gibt sogar einige Arnold Schwarzenegger Offshore-Modelle in verschiedenen Größen, die auf der Rückseite seine Unterschrift eingraviert zeigen.

Das Modell T3, das eigens für den Arnold Schwarzenegger-Film "Terminator 3" entwickelt wurde. Das typische Merkmal der T3 sind die ausklappbaren Schutzbügel bei den Drückern und bei der Krone. In der dazugehörigen Box sind übrigens auch DVDs der Terminator-Filme zu finden.

Eines der verschiedenen Arnold Schwarzenegger Modelle. Diese Offshore aus Gold hat 42 mm Durchmesser und trägt auf der Rückseite die Unterschrift von Arnold Schwarzenegger eingraviert.

Die Shaquille O'Neal Offshore. Beim Ziffernblatt wurden die Ziffern 2 und 3 vertauscht und rot eingefärbt in Anlehnung an die Rückennummer 32, die der Basketball-Star Shaquille O'Neal bei der Mannschaft Miami Heat trug.

In der Formel 1 ist die Offshore mit den Sondereditionen "Royal Oak Offshore Pablo Montoya" und einem eigenen Modell für die Rennsportlegende Michael Schuhmacher vertreten. Und als Sponsor des Americas' Cup Siegerteam Alinghi gab es ebenfalls eine Sonderedition, die erstmals vollständig aus Carbon gefertigt war.

 

 

Die frühen Modelle

Die frühen Modelle der Offshore zeichnen sich durch einen Durchmesser von 42 mm aus. Es gibt 2 verschiedene Gehäuseformen mit unterschiedlichen Bandanstössen. Einmal mit den noch heute verwendeten Anstössen für ein Metall- oder Leder-/Kautschukband und einmal mit Anstössen, die nur für Leder- bzw. Kautschukbänder passen. Diese Anstösse gibt es heute nur noch bei den ganz großen Modellen zwischen 46 und 48 mm.

Oben sieht man den typischen Bandanstoss der meisten Offshores. Der Bandanstoss unten ist nur für Kautschuk- bzw. Lederbänder geeignet und war ausschließlich bei vielen der früheren 42mm-Offshores zu finden. Heute wird dieser Bandanstoss-Typ nur mehr für einige wenige der ganz großen Modelle ab 46 mm Durchmesser verwendet.

Typisch für die Ziffernblätter der Offshores sind zwei Merkmale. Erstens das sogenannte "Tapisserie"-Muster des Blattes und zweitens die für Chronographen eher ungewöhnliche Anordnung der Subdials, die bei den meisten Offshores zu finden ist. Der Minutenzähler ist bei diesen ganz oben bei Zwölf-Uhr angesiedelt und das Datum bei Drei-Uhr. Betrachtet man das Ziffernblatt aufmerksam, so sieht man auch, dass das Hilfsziffernblatt für die laufende Sekunde bei Zwölf-Uhr vertikal etwas nach unten versetzt angeordnet ist und somit dem Hilfsziffernblatt für die Stopp-Minuten (bei Neun-Uhr) näher ist als das Hilfsziffernblatt für die Stopp-Stunden den Stopp-Minuten. (Auf diese Weise kann man übrigens auch schlecht gemachte Fake-Uhren gut erkennen, denn die von diesen Uhren verwendeten Billig-Uhrwerke haben meist die Hilfsziffernblätter ganz symmetrisch angeordnet.) Mittlerweile gibt es aber auch schon einige Offshore-Modelle mit der klassichen Tri-Compax-Hilfsziffernblattanordnung (Stopp-Minute bei Neun-Uhr, Stopp-Stunden bei Drei-Uhr, laufende Sekunde bei Sechs-Uhr). Bei diesen sind, ähnlich wie bei der Rolex Daytona, die Hilfsziffernblätter bei Neun- und Drei-Uhr etwas weiter oben angeordnet.

Die Uhrwerke der allerersten Offshore-Modelle (Kaliber 2126/2840) wurden damals von Jaeger LeCoultre (Kaliber Jaeger-LeCoultre 888) geliefert und mit einem Chronographen-Modul von Dubois-Depraz ergänzt. Nach Fertigstellung der ersten 200 Uhren baute Audemars Piguet in die Royal Oak Offshore das Kaliber 2226/2840 ein, das auf dem Jaeger-LeCoultre Kaliber 889/1 mit dem Chronograph-Modul von Dubois-Depraz basierte.

Es gab also lange Zeit keine eigenen AP-Werke in den Offshores, was bei einer Uhr dieser Preisklasse mitunter Anlass zur Kritik gab. Zusätzlich waren die Jaeger LeCoultre Werke eher empfindlich, was nicht zum materialistischen Design der Uhren passte.

Zwei sehr frühe Exemplare: Auch bei diesen Modellen gab es bereits exotische Farbvarianten. Typisch für diese Exemplare sind das kleinere "Petite Tapisserie”-Muster des Ziffernblattes sowie die Stab-Indexe statt den später eingeführten Ziffern-Indexen. Außerdem ist die Beschriftung der Tachymeter-Skala anders als bei den späteren Modellen.

Ein typischer Vertreter der 42mm-Generation, die auf die ganz frühen Offshores folgte: Die sog. "Themes White". Man beachte, dass am Ziffernblatt nun Ziffern zu sehen sind anstatt Striche. Auch die Beschriftung der Tachymeter-Skala wurde damals geändert und die Kacheln der Struktur des Blattmusters sind größer als bei den ganz frühen Modellen. Das Metallband hat auch schon die typischen Bandanstösse.

Im Laufe der Jahre wurden einige Varianten des Designs entwickelt wie beispielsweise die sehr bekannten "Rubber"-Modelle, die sich durch eine mit Kautschuk überzogene Lünette auszeichnen.

Zwei "Rubber"-Modelle. Bei diesen älteren Offshores ist auch die Lünette mit schwarzem Kautschuk überzogen. Heute werden schwarze Lünetten mit Keramik produziert. Um den "Rubber"-Look zu komplettieren wurden die "Rubber"-Modelle an einem schwarzen Kautschukband ausgeliefert.

Aktuelle Modelle

Bis zum heutigen Tage hat sich die Kollektion der Offshore extrem stark diversifiziert und entwickelt. Es gibt weiterhin die "klassischen" 42 mm Modelle, aber auch Modelle mit 44 mm Durchmesser und anderen Größen mit einem noch prägnanteren Design in einer großen Materialvielfalt (u.a. Keramik, Karbon, etc.). Diesbezüglich ist Audemars Piguet in einen gewissen Wettkampf mit dem Konkurrenten Hublot getreten. Hublot ist ebenfalls bekannt für große und sehr auffällige Luxus-Sportuhren, die aus verschiedensten, teilweise sehr ungewöhnlichen, Materialien gefertigt sind.

Typischer Vertreter der neueren Generation der 42mm Offshores. Die Drücker und die Krone sind nun aus Keramik und nicht mehr mit Kautschuk überzogen und das Design des Ziffernblatt wurde überarbeitet. Auch die Zeiger haben ein neues Aussehen.

Vertreter der neueren Generation der 42mm Offshores.

Dazu kommen zahlreiche Sondereditionen mit diversen Komplikationen wie beispielsweise dem Royal Oak Offshore Tourbillon Chronographen.

Und schließlich gibt es sogar eigene Taucheruhren-Varianten (mit und ohne Chronograph) der Royal Oak Offshore.

Audemars Piguet Royal Oak Offshore Diver. Die Krone auf der linken Seite dient zum Verdrehen des innenliegenden Minutenrings zur Einstellung der Tauchzeit.

Audemars Piguet Royal Oak Offshore Diver. Die Diver gibt es mittlerweile schon einige Jahre. Die früheren Modelle hatten noch Ziffern anstatt Striche als Stundenmarkierungen am Blatt.

Die neuesten Designadaptionen stellte AP 2020 mit drei neuen Versionen des 44 mm Royal Oak Offshore Chronographens vor.

44mm Offshore der neueren Generation mit Keramik-Gehäuse, Keramik-Lünette und Keramik-Drückern.

Neueres Modell mit 44 mm Durchmesser. Diese zeichnen sich neben dem gewachsenen Durchmesser gegenüber den 42 mm Modellen durch ein noch prägnateres Design aus. Stahlbänder gibt es für diese Modelle nicht.

Alle regulären Offshores haben heute ein AP-eigenes Automatik-Basisuhrwerk, das durch ein zugeliefertes Chronographenmodul ergänzt wird und die Bezeichnung 3126/3840 trägt. Die damaligen Jaeger LeCoultre Werke werden heute nicht mehr verwendet.

 

 

Die Jubiläums Offshore 2018

2018 feierte die Offshore ihren 25. Geburtstag und Audemars Piguet brachte zu diesem Anlass mit der Referenz 26237ST.OO.1000ST.01 eine detailgetreue Re-Edition des ersten Royal Oak Offhsore Chronographen "The Beast" heraus. Die Uhr besitzt wie das erste Modell ein blaues Ziffernblatt mit „Petite Tapisserie”-Muster und mit einer blauen Kautschukschicht überzogene Drücker.

 

Fazit

Mit der Royal Oak Offshore hat Audemars Piguet ebenso wie bei der Royal Oak einen ganz großen Wurf gelandet. Die Kollektion hat mittlerweile ein Eigenleben entwickelt und ist heute umsatzstärker als die klassische Royal Oak-Modelllinie. Das Design ist extrem prägnant und auch in Punkto Wertenwicklung zeigt die Royal Oak Offshore eine positive Entwicklung.

Wer also gleichzeitig eine Investitionsmöglichkeit und eine extravagante Uhr sucht, der ist bei der Royal Oak Offshore bestens aufgehoben. Bei Bargello finden Sie laufend verschiedenste Modelle der Audemars Piguet Royal Oak Offshore. Alle Uhren werden mit 2jähriger Bargello Garantie verkauft. Wir versenden voll versichert weltweit und freuen uns sehr über Ihre Anfrage.

 

Zu den Audemars Piguet Uhren bei Bargello

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